von EdithaK geschrieben am 15. Juni 2006, 17:22:
Als Kommentar zu: Re: elstein von BarbaraWi vom 15. Juni 2006, 12:36
Hallo Barbara,
> auch wenn ich mich jetzt bis auf die Knochen blamiere
Mit ner Frage kann man sich m.E. nie blamieren...
Ja, der Elstein zählt als Infrarotstrahler im engeren Sinne (rein theoretisch ist ja jeder Körper ein Infrarotstrahler). Solche IR-Strahler wurden entwickelt, um Materie mit möglichst geringen Wärmeverlusten an die Luft zu erhitzen. Es gibt eine große Palette an Anwendungen: http://www.elstein.de/pages/anwendung.htm
Bekanntlich gibt es auch diese "Rotlichtlampen". Der Unterschied zum Elstein liegt im ausgestrahlten Spektrum. Elstein strahlt nur mittlere bis langwellige IR-Strahlung aus, die Rotlichtlampe auch die kurzwellige IR-Strahlung und natürlich etwas sichtbares rotes Licht. Sonst wäre sie ja ebenfalls ein "Dunkelstrahler".
Einen solchen Rotlichststrahler halte ich übrigens für absolut ungeeignet für Schildkröten, sowohl tags wie nachts. In der Medizin wird er eingesetzt, wenn tiefere Gewebeschichten stärker erwärmt werden sollen, ohne daß die Schmerzrezeptoren auf der Hautoberfläche gereizt werden. Die kurzwellige IR-Strahlung dringt tiefer ins Gewebe ein, während die langwellige bereits an der Oberfläche absorbiert wird. Zu viel kurzwellige IR-Strahlung erzeugt beim Menschen den Sonnenstich, weil das Gehirn im Schädel überhitzt wird. Außerdem ensteht dadurch der sog. Glasbläser-Star. Anders als bei der Sonne sehen Mensch und Tier in Feuer oder eben in den Rotlichtstrahler ohne geblendet zu werden und erkennen deshalb die Gefahr nicht. Diese Gefahr besteht aber beim Elstein nicht.
Gruß, Editha